vom 11. März 2017 zum

Delegiertentag vom 05. März 2017 in Dorum

Im Zuge der Delegiertenversammlung wurden auch die Sieger der Rundenwettkämpfe 2016/17 geehrt. Die Namensliste hier unter "Rundenwettkämpe" (Foto NZ Ulich)


Delegierte sprechen sich aus

Vertreter nutzen Versammlung, um Ungereimheiten zu klären
Neuer Vorstand nur mit Mühe gewählt

Dorum. Es war eine Mammutsitzung, die  die 32 Delegierten des Schützenkreises Wesermünde Nord in der Dorumer Schützenhalle absolviert haben. Mehr als vier Stunden dauerte die Aussprache, die einige Vertreter nutzten, um ihrem Unmut einmal so richtig Luft zu verschaffen.

"Ich bin mit dem Ergebnis der Versammlung trotzdem sehr zufrieden", zog Präsident Herbert Kornahrens Bilanz. Es seien maßgebliche Dinge zu klären gewesen, die man im Vorfeld nicht aus dem Weg schaffen konnte. "Ich habe erwartet, dass es sehr schwierig wird", so Kornahrens. Ihm sei es vor allen Dingen darum gegangen, die Geschäftsfähigkeit des Schützenkreises Wesermünde Nord weiterhin zu erhalten, versicherte der Präsident.

Schon wenige Minuten nach der Eröffnung drohte die Sitzung zu platzen. Thorsten Adomeit (SchV Spaden) bemängelte, dass die Tagesordnung den Delegierten ausschließlich per Mail zugesendet worden sei und dies laut Satzung per Brief erfolgen müsse. Ebenfalls monierte er, dass die versprochene neue Satzung immer noch nicht bei den Mitgliedern angekommen sei. Bei drei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen konnte sich die Versammlung endlich darauf einigen, die Sitzung weiterzuführen.

"Ich kann meinen Mund nicht halten", meldete sich Ehrenpräsident Siegfried Kröger (SchV Wremen) zu Wort. Es sei wirklich traurig, wenn nach 63 Jahren jetzt alles zusammenbrechen würde. Es kann doch nicht sein, dass es eine Handvoll Mitglieder gelingt, den Schützenkreis zu spalten. Er spielte darauf an, dass im Herbst 2014 von den ursprünglich 33  Vereinen 23 den Schützenkreis verlassen und die Schießsportgemeinschaften Nordholz und Wesermünde gegründet hatten.

Mittlerweile ist ein Verein zurückgekehrt. In erster Linie seien damals Querelen um die Kostenbeiträge für das neue Landes-Leistungs-Zentrum (LLZ) in Bassum sowie die Kritik am damaligen Vorsitzenden des Schützenkreises Wesermünde Nord daran Schuld gewesen.

Nicht nur am Verlust so vieler Sportschützen hätte der Schützenkreis immer noch zu tragen, betonte Kornahrens. Vor allem würde es auch an Vereinsmitgliedern mangeln, die bereit wären, im Schützenkreis aktiv mitzuarbeiten. Damit die Rundenwettkämpfe im Nordkreis auch weiterhin gemeinsam ausgetragen werden können, soll jetzt ein Arbeitskreis gegründet werden, die die Möglichkeiten dafür auslotet.

Es war auch nur mit Mühe möglich, einen neuen Vorstand auf die Beine zu stellen. Vizepräsident Günter Söhl wurde wiedergewählt, Schriftwartin bleibt Manuela Mangels. Der bisherige Sportleiter Jörg Ahland wählte eine Wiederwahl ab. Ein Anruf bei seiner Frau hätte ihn zu dem Schritt bewogen, erklärte er. Jemand hätte anonym gedroht, dass er Ärger bekäme, wenn er seine Arbeit nicht richtig mache. Letztendlich war er dann doch bereit, mit Heiko Mangels als Stellvertreter das wichtige Amt wieder zu übernehmen. Als neuer Kassenführer wurde Marc Ruhwedel gewählt.

"Es kann doch nicht angehen, dass ein Präsident so unvorbereitet in eine Sitzung geht," mokierte sich Fredo Tiedemann (SchV Spaden). "Ich wollte nie Präsident sein. Ich war sogar überzeugt, dass viele besser geeignet sind. Ich habe mich aber überreden lassen, da kein anderer dazu bereit war," entgegnete Kornahrens. (ul)


 

vom 08. März 2016 zum

Delegiertentag vom 06. März 2016 in Dorum

Dorumer kehren in Schützenkreis zurück
  Wiederaufnahme des Vereins bei Delegiertentag beschlossen
  Gemeinnützigkeit angestrebt

Dorum. Herbert Kornahrens aus Debstedt bleibt Präsident im Schützenkreis Wesermünde-Nord, Mamuela Mangels aus Dorum ist neue Schriftwartin. Außerdem wurde der SchV Dorum nach seinem Austritt wieder in den Schützenkreis aufgenommen. Zudem wollen die Grünröcke durch eine Satzungsänderung die Anerkennung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt erlangen. Dies sind die wichtigsten Eckpunkte des Delegiertentages, der am Sonntag in Dorum stattfand.
   Zu Beginn der Veranstaltung wurde den über 80 anwesenden Grünröcken vom Spielmannszug Wurster Nordseeküste, eine Abteilung des Dorumer Schützenvereins, im wahrsten Sinne des Wortes "der Marsch geblasen". Der Zug, unter der Leitung von Stefan König, spielte auf.
  
Eine gewisse Verunsicherung des Präsidiums, das noch in den Kinderschuhen steckt, war bei Formalitäten und Rechtsfragen unübersehbar. Schützenbruder Frank Berghorn aus Holßel - erfahrener Kommunalpolitiker - gab die nötigen Hilfestellungen.
  
Präsident Kornahrens teilte in seinem Rückblick nach allen Seiten kräftig aus. Dabei nahm er insbesondere das vorherige Präsidium des Nordkreises aufs Korn. Höhen und Tiefen haben sich abgewechselt. "Wir wollen jetzt nach vorne schauen und das Beste daraus machen", so Kornahrens. Ziel des Nordkreises sei vorrangig, Vereine aus der Schießsportgemeinschaft (SSG) Wesermünde zurückzugewinnen. Durch gezielte Werbung soll so die Mitgliederzahl wieder steigen.
  
Johnny Otten, Präsident des Nordwest-Deutschen Schützenbundes und Vizechef im Deutschen Schützenbund, nutzte als Gast die Gelegenheit, Wogen, die wegen der finanziellen Unstimmigkeiten beim Bau des Landes-Leistungzentrums in Bassum immer wieder hochschlagen, zu glätten. "Wir sind auf einem guten Weg. Ich ärgere mich aber über verschleierte E-Mails. Im Gespräch von Mann zu Mann hätte man vieles im Vorfeld aus dem Weg räumen können", so Otten.
  
Einstimmig wurde der Schützenverein Dorum, der aus dem Nord-Kreis ausgetreten war, wieder aufgenommen. Offen ist, ob die Dorumer jetzt auch wieder dem Nordwest-Deutschen Schützenbund angehören, dessen Präsident Otten eine Wiederaufnahme bislang ausgeschlossen hat. Am Sonntag sagte er dazu nur: "Das ist Sache des Bezirksverbandes." Davon wollte Bezirks-Boss Jürgen Wintjen allerdings nichts wissen.
  
Bis auf die Schriftwartin Anja Felder aus Holßel, die von Manuela Mangels aus Dorum abgelöst wird, wurden alle zur Wahl anstehenden Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt und für drei Jahre wiedergewählt.
  
Auf Antrag von Frank Berghorn wurde das Präsidium beauftragt, bis Ende Mai einen Satzungsentwurf, der die Gemeinnützigkeit beinhaltet, bei einem außerordentlichen Delegiertentag zu beraten und abzusegnen. Dem Antrag wurde stattgegeben.
  
Kassenwart Rainer Müller aus Köhlen legte einen tadellosen Bericht vor, der ein Defizit von rund 700 Euro ausweist. Da noch Startgelder offen sind, verringert sich der Verlust, kann möglicherweise sogar ausgeglichen werden. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. (jm)


Das neue Präsidium des Schützenkreises Wesermünde-Nord, mit Präsident Kornahrens (rechts) an der Spitze
 (Foto Malekaitis)


Edelmetall für Schützen

Dorum. Im Rahmen des Delegiertentags des Schützenkreises Wesermünde-Nord wurden verdiente Mitglieder geehrt. Die Auszeichnungen nahmen Präsident Herbert Kornahrens und Ehrenpräsident Siegfried Kröger, der die Liste der zu ehrenden Personen aufgestellt hatte, vor.

Die Nadel in Gold erhielten:
Christa Nieuwkoop und Ingrid Wittschieben (beide SchV Drangstedt)

in Silber erhielten:
Karl-Heinz Feisthauer, Hans-Ewald Heinsohn, Willi Wolf, Horst Duchow, Heinz-Hermann Jürgens (alle SchV Midlum) und Mercedes Toborg (SchV Drangstedt)

in Bronze erhielten:
Edith Harms, Fritz Turnau, Christine Deppe, Birgit Mattfeld, Sabine Federholzner, Karl-Heinz Federholzner (alle SchV Midlum), Karl-Heinz Jungclaus und Sandra Hildebrand (beide SchV Drangstedt)

 


 

 vom 23. März 2015 zum

 Delegiertentag vom 21. März 2015 in Nordholz